Der Baum - Stoffwechsel des Baumes |
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Assimilation |
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| Ebenso, wie der Kohlenstoff nicht direkt in den pflanzlichen Körper eingebaut, sondern in pflanzeneigene Substanzen umgewandelt wird, werden auch die Elemente der Nährsalze wie Stickstoff, Schwefel und Phosphor in Form von Ionen aufgenommen und assimiliert. Dabei ist die Stickstoffassimilation von großer Bedeutung, da die wichtigen Eiweißstoffe Stickstoffverbindungen sind. Diese Produkte werden ebenfalls hauptsächlich in den Blättern gebildet und dienen dem Baum als Betriebsstoffe, Baustoffe und Wirkstoffe (Bio-Katalysatoren). Die Zucker gelten als wichtigste Assimilationsprodukte. Sie sind die Ausgangsstoffe für die meisten organischen Kohlenstoffverbindungen (Stärke, Zellulose) und dienen im Baumstoffwechsel als Energielieferer. Da die Assimilate von den Blättern an die Orte des Wachstums und der Speicherung transportiert werden müssen, ist ihre Wandlung in eine gelöste Form notwendig. Dies wird durch Enzyme (Fermente) bewirkt. Der Transport der gelösten organischen Verbindungen erfolgt auf längeren Strecken in den Siebröhren und Gefäßen, auf kürzeren Strecken durch die Tüpfel oder durch Diffusion.
Dissimilation Die Dissimilation stellt die "Atmung" der Pflanze dar. Das Wesen dieser Vorgänge besteht darin, dass die bei der Assimilation aufgenommene und gespeicherte Energie rückgewandelt wird. Es sind Vorgänge, bei denen hochmolekulare organische Stoffe oxidieren und zu einfachen chemischen Verbindungen abgebaut werden. Als Oxidationsmaterial dienen Kohlenhydrate, aber auch Fette und Eiweiße. Zum Beispiel erfolgt der oxidative Abbau der Hexosen zu Kohlendioxid und Wasser nach folgender Gleichung: mol C6H12O6 + 6 mol O2 Þ 6 mol CO2 + 6 mol H2O + Energie (675 kcal). Die Gleichung zeigt, dass die bei der Assimilation aufgenommene Energie von 675 kcal bei der Dissimilation wieder frei wird und daß an Stelle der 6 mol aufgenommen Sauerstoffs 6 mol Kohlendioxid abgegeben werden. Der in der Gleichung dargestellte Abbau des Einfachzuckers ist in Wirklichkeit keine Einzelreaktion, sondern eine komplexe Folge verschiedener chemischer Prozesse unter Einwirkung von Enzymen, die (nach Auffassung des Verfassers) der Stabilität des Flüssigkeitshaushaltes der Pflanzen dienen. |
