Geschichtliches um Olbernhau (3)



Durch den Ausbau der Industrie und das damit verbundene Anwachsen der Einwohnerzahl wurde der Bau neuer Versorgungseinrichtungen notwendig. So entstand 1886 ein Gaswerk und 1892 eines der ersten Elektrizitätswerke Sachsens.

Infolge dieser Entwicklung erhielt Olbernhau 1902 das Stadtrecht verliehen und hatte wenige Jahre später (1910) bereits 9681 Einwohner. Die erzgebirgische Holzindustrie bekam in dieser Zeit starke Impulse aus den Bereichen Holzforschung und Holzgestaltung. Neuartige Materialien und Technologien bereicherten die Gestaltungsmöglichkeiten.

Der Maschinenbau konstruierte Holzbearbeitungsmaschinen, die eine qualitativ hochwertige Bearbeitung des Werkstoffes Holz gestatteten. Eine besonders wegweisendende Rolle kam in dieser Entwicklungsphase den Dresdener Werkstätten für Holzkunst zu, die es sich zum Ziel gestellt hatten, künstlerisch hochwertige und pädagogisch anspruchsvolle Spielwaren herzustellen. Diese Firma produzierte auch im Erzgebirge und übergab später ihr Sortiment an den Spielwarenbetrieb Th. Heymann (Großolbersdorf/Sa.). Die hiervon ausgehenden Ideale verbreiteten sich im Erzgebirge und begründeten den Ruf der Region, Hersteller von anspruchsvollem Holzspielzeug zu sein.

In der 2. Hälfte des 20. Jh. übernahm - neben vielen Kleinbetrieben - besonders der VEB Vereinigte Olbernhauer Spielwarenbetriebe (VERO) die Herstellung und Entwicklung der Olbernhauer Holzspielwaren.
Heute, im beginnenden 21. Jh., sind die Ansprüche an hochwertiges Holzspielzeug die gleichen geblieben, nur das Aussehen hat sich mit dem Zeitgeist geändert.

Wir nehmen die Herausforderung gern an und freuen uns auch in Zukunft darauf, an leuchtenden Kinderaugen teilhaben zu dürfen.