Geschichtliches um Olbernhau (1)



Eingebettet in ein Tal von 13 km Länge und 3 km Breite findet man Olbernhau im Mittleren Erzgebirgskreis, ca. 50 km südöstlich von Chemnitz.
Olbernhau - die Stadt aus der Ferne
Die Besiedelung dieses Gebietes wird wohl im Zuge der großen Rodungsperiode im ausgehenden 12. Jh. durch fränkische Siedler erfolgt sein. Vordem beherrschte der große Miriquidi (Dunkelwald) das Mittelgebirge. Wenige lebenswichtige Handelsstraßen fanden zu jener Zeit ihren Weg durch das Gebirge. Der bekannteste, der "Alte böhmische Steig" führte von Leipzig nach Prag, um Salz aus den Fundstellen bei Halle nach Böhmen zu transportieren. An Olbernhau liefen diese Handelswege jedoch vorbei.

In den Anfängen ist der Ort wahrscheinlich nur eine kleine Siedlung gewesen, deren Bewohner "sich des Waldes nährten", wie im Landessteuerbuch von 1474 zu lesen ist. Die Erschließung reicher Silberfunde im mittleren Erzgebirge, die zur Gründung der großen Bergstädte (Annaberg 1496, Marienberg 1521 - Freiberg wurde bereits 1181 gegründet) führten, begünstigten die Entwicklung Olbernhaus nachhaltig. Der mittelalterliche Bergbau verbrauchte große Mengen Holz, das sowohl zum Ausbau der Gruben benötigt wurde, wie es auch in Form von Holzkohle, zur Verhüttung der gewonnenen Erze unentbehrlich war.